Menschen und Kultur

Die Einwohner von Sumba sind eine Mischung von Malaien und Melanesiern. Durch die erst im 20. Jahrhundert stattgefundene Missionierung sind heute etwa 65 % der Bevölkerung zumindest nach außen hin Christen, weitere 25 bis 30 % praktizieren die traditionelle Marapu-Religion. Auch heute noch gibt es ausgeprägte soziale Schichten (Kasten) in der Bevölkerung mit feudalistisch anmutenden Strukturen. Ahnenkult hat für die Sumbanesen große Bedeutung. Das rituelle Schlachten von Tieren zu Hochzeiten, Beerdigungen und anderen kulturellen Anlässen ist fester Bestandteil des Lebens. Jeden Februar findet das Pasola-Festival statt, welches eines der bekanntesten traditionellen Feste Indonesiens ist. Die Lebensweise der Bewohner Sumbas ist von traditionellen Riten geprägt und ist für den Besucher durch die beeindruckenden Megalithgräber sowie die alten Clansiedlungen mit ihrer speziellen Architektur gut sichtbar.
Traditionell spielt die Herstellung von Stoffen mit der Ikat-Webtechnik eine große Rolle. Diese Stoffe sind bei Kennern weltberühmt. Das Weben dieser Ikatstoffe spielt für die Frauen in Sumba eine große Rolle. Die Stoffe werden bei bedeutenden Zeremonien getragen, auch um ihren sozialen Status zu zeigen. Die feinsten Varianten des Ikat nimmt die Frau jedoch mit ins Grab, weil sie dort für sie von größtem Nutzen sein würde.
Die Darstellungen in den Ikats haben im östlichen Sumba meist figürliche Motive, im Westen sind sie eher abstrakt. Es braucht zwei Jahre Arbeit für ein Ikat Kleidungsstück.




